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Felix, Nadine C.: Liebe, stärkste Macht auf Erden

Art.Nr.: 108033
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Felix, Nadine C.: Liebe, stärkste Macht auf Erden

Firmenchefin Valerie fühlt sich zu ihrer Geschäftsführerin Emma hingezogen – und wehrt sich gleichzeitig dagegen, da sie doch eigentlich nicht auf Frauen steht. Zumal sie mit der Liebe nach einigen schweren Schicksalsschlägen sowieso schon abgeschlossen hat. Eine unfreiwillig gemeinsam im Büro verbrachte Nacht und ein schwerer Unfall bringen sie und Emma einander näher. Doch erst die Konfrontation mit ihrer Vergangenheit, bei der Valerie beinahe alles verliert, zeigt ihr endgültig, dass sie Emma und der Macht ihrer Liebe nicht länger widerstehen will.
  • 240 Seiten
  • Softcover

Leseprobe:

Valerie stand am Fenster ihres Büros im sechsten Stock und warf einen Blick auf ihre Armbanduhr. Wo blieb sie nur? Eine halbe Stunde wartete sie nun schon, doch von ihren bestellten Unterlagen war weit und breit nichts zu sehen. Sie fuhr sich mit einer Hand übers Haar und spürte die kalte Luft, die durch die gekippten Fenster hereinwehte.

Die Abenddämmerung brach herein, und die fernen Lichter der Stadt begannen schillernde Reflexe zu erzeugen. Ein letztes Mal ließ sie ihren Blick über die Stadt und den Hafen gleiten, aber ohne das atemberaubende Panorama wirklich wahrzunehmen. Dann wandte sie sich seufzend ab, ging über den dicken, dunkelroten Teppich zu ihrem Schreibtisch und drückte auf einen Knopf, der die Fenster automatisch schloss.

Mit schnellem Schritt verließ sie ihr Büro und blieb im Vorzimmer vor dem Schreibtisch ihrer Ersatzsekretärin stehen, die sie gar nicht bemerkte, weil sie in ein Telefongespräch vertieft war. Stirnrunzelnd betrachtete Valerie die von der Zeitarbeitsfirma bereitgestellte Bürokraft. Frau Robiné war für Sefora eingesprungen, ihre langjährige Sekretärin. Sefora hatte es sich einfach nicht ausreden lassen, ihr Baby ausgerechnet jetzt zu bekommen. Valerie vermisste ihre langjährige Sekretärin, die ständig und äußerst kompetent damit beschäftigt war, ihre zahlreichen Termine zu koordinieren und ihre Unterlagen zu sortieren. Wie kompetent, war ihr erst heute wieder bewusstgeworden, als sie nach einer wichtigen Geschäftsverhandlung in ihr Büro zurückgekehrt war. Sie hatte wie immer damit gerechnet, die zuvor angeforderten Papiere zuoberst auf dem Stapel der wichtigen zu bearbeitenden Unterlagen vorzufinden, doch dort lagen sie nicht.

Sie hörte Frau Robiné schüchtern in ihr Handy lachen. Hörte, wie sie fast schon melodisch meinte, dass sie noch nie so verliebt gewesen sei.

Innerlich schüttelte Valerie den Kopf. Sie war froh, verschont zu bleiben von diesem Wahnsinn, der sich Liebe nannte. Schrecklich!

Genervt verdrehte sie die Augen über diese Gefühlsduselei. Und noch nerviger war, dass ihre Hoffnung, die dringend erwarteten Unterlagen wenigstens jetzt auf dem Schreibtisch von Frau Robiné zu finden, sich gerade aufgrund des dort vorherrschenden Chaos zerschlug.

Sie räusperte sich laut.

Frau Robiné zuckte zusammen, legte eine Hand über das Handy, ließ es sinken und drehte sich langsam mit angstvoller Miene zu ihr um. Leise kam ein »Ja, Frau Burghaus?«

Kurz ließ Valerie ihren Blick aus dem Fenster schweifen, um sich zu sammeln und die Sekretärin nicht anzuschreien. Dann sah sie Frau Robiné durchdringend an. »Ich brauche die Unterlagen, die ich vor dem Meeting angefordert habe. Würden Sie also jetzt bitte Ihr Gespräch beenden und sie mir geben?«

Frau Robiné sackte etwas in den Stuhl. Sie nahm die Hand vom Handy, drehte sich etwas von Valerie weg, murmelte etwas in das Gerät und steckte es in ihre Handtasche. Dann hob sie sichtlich nervös etliche Stapel Papiere vom Schreibtisch hoch, bis sie die Unterlagen gefunden hatte und sie Valerie reichte. »Hier. Ich bitte um Entschuldigung.«

Valerie verdrängte ihren zunehmenden Frust. Mit einer derart unprofessionellen Sekretärin hatte sie nicht gerechnet. Ohne ein weiteres Wort zog sie sich in ihr geräumiges Büro zurück, ließ sich in ihrem Ledersessel nieder und blickte über den großen, dunklen Holztisch zum Fenster.

Seit fünf Jahren hatte sie ihre Firma, die sie als Ein-Personen-Unternehmen gegründet und seither stetig vergrößert hatte. Sie entwickelte eine Robotik-Software, mit der sich komplexe Bewegungen und Aufgaben eines Roboters schnell und intuitiv programmieren ließen. Die Software war auf die neueste Generation flexibler Industrieroboter abgestimmt und hatte in der Fertigungsindustrie eine Lücke geschlossen, so dass Valerie schnell einen großen und treuen Kundenstamm gewonnen hatte. Konkurrenzunternehmen, die sie hätte fürchten müssen, gab es keine. Und auch sie selbst musste nicht um ihren Posten bangen. Als Hauptentwicklerin der Software hatte sie sämtliche Vorgänge im Blick und überdies großes Geschick darin, mehrere Dinge gleichzeitig zu tun, was sie ihrem kühlen, sachlichen und logischen Verstand zu verdanken hatte.



Diesen Artikel haben wir am Donnerstag, 08. September 2016 in unseren Katalog aufgenommen.

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